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 Rote Tinte:  rote tinte teil 1

Auszug aus meinem neuen Roman 'Rote Tinte'

Prolog

Mord ist ein Verbrechen, und es ist überhaupt nicht von Belang, in welcher Form und mit welcher Argumentation er praktiziert, erduldet oder befürwortet wird. Sei es die unwillkürliche Tötung aus Habgier und aus Frustration, oder sei es die Hinrichtung einer Person durch die Justiz, um der Gesellschaft einen putativen Riegel vorzuschieben und vorzutäuschen, Verbrechen abschaffen zu können, indem man die Straftäter wie im Mittelalter tötet...

Im Laufe unserer Zivilisation ist es offensichtlich geworden, dass die Probleme in der Gesellschaft jedoch nicht durch die Hinrichtung der Verbrecher gelöst werden. Eher müssen präventive Maßnahmen getroffen werden, damit kein Verbrechen begangen werden können. Das Verbrechen ist das Spiegelbild einer Gesellschaft, das nach außen drängt.
Die Verbrecher sind das Instrument des Vorgangs. Sofern eine Gesellschaft mit der Lösung der wirtschaftlichen und politischen Probleme nicht fertig wird, muss die Politik die wirtschaftlichen Verhältnisse der Menschen verbessern...

Eine sehr zu verachtende Art ist der Ehrenmord, der als die Inquisition der modernen Art charakterisiert werden kann. Sie steht in den islamischen Ländern auf der Tagesordnung. Der Ehrenmord findet in der bereiten Masse unterschwellig Akzeptanz, weil er ein Teil der islamischen Gesellschaftsordnung ist. Diese Ordnung hält die Menschen zusammen...

Bewusst und unbewusst findet der Ehrenmord in den Köpfen statt und wird dann bewusst oder unbewusst praktiziert, erduldet und befürwortet. Die Clique heißt Familienmitglieder, von der die Ehrenmordverbrecher stammen. Die Ehre ist in der Tradition des Islams so verhaftet, dass sie alles andere in den Schatten stellt. Die individuelle Interpretation von Wahrheit findet hier keinen Zuspruch.
Anstelle der Demokratie und Freiheit tritt die Diktatur und die Willkür des Gesetzes hervor. Zur Bewahrung der Ehre erfolgt das Ermorden als selbstverständlich und wird unterstützt.
Wie im Mittelalter wird der Ehrenmord durch die Tradition der Religion ausgeübt. Seine Verursacher verstecken sich unter dem Deckmantel Ehre, Freiheit und Blasphemie...

In einer modernen Gesellschaft wie in Europa lässt sich dieses Verbrechen verhindern, denn die Gesetzgebung und die Ausübung des Gesetzes sind in Europa klar definiert. In den islamischen Ländern jedoch, wie im Iran, in der Türkei und in den arabischen Ländern wird der Ehrenmord unter der Gesetzgebung des Islams, der Religionsehre und der Staatsehre, als die Befreiung des Geistes und der Sünden besiegelt und angewendet.
Niemand wagt dieses Verbrechen an den Pranger zu stellen, denn die Sicherheit ist gegeben, als Gottes-Lästerer gleich mit dem Opfer zu Tode gesteinigt zu werden...

Die Frauen sind die Opfer solcher Gräueltaten. Sie werden nicht nur von den Gewalttätern geschändet, sondern zusätzlich von der islamischen Justiz bestraft. Die Beweisführung für die Anwendung der Strafe ist einzig die verlorene Jungfräulichkeit einer Frau vor ihrer Heirat. Die Jungfräulichkeit ist eine persönliche Angelegenheit, und weder ein Staat noch eine Religion und noch eine andere Person hat sich darin einzumischen...

Immer wieder kämpfen die linksorientierten, marxistischen Organisationen gegen dieses Verbrechen des islamischen Staates im Iran. Die (präventive Maßnahme) Lösung ist umso vordringlicher, die Separation von Staat und Religion zu vollziehen. Dies geschieht nur mit der Entthronung der islamischen Diktatur im Iran durch das iranische Volk. Dies obliegt der Angelegenheit des iranischen Volkes...



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