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Entscheidung an der Grenze
kurze Zusammenfassung


Maxim flüchtet als zweiundzwanzig jähriger Iraner aus seiner Heimat. Die politische und gesellschaftliche Entwicklung im Iran bringt ihn zu der Erkenntnis, dass er wegen seiner politischen Überzeugung nicht mehr im Iran leben kann. Sein Leben ist in Gefahr. Die islamische Diktatur Irans beschneidet fortwährend die Freiheit der Menschen und verfestigt die mittelalterliche Auffassung von Moral und Leben im Grundgesetz. Viele Mitglieder der marxistischen Organisation sind in Lebensgefahr, so wie Maxim.

Gleichwohl macht Maxim mehrere Faktoren an der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Misere Irans verantwortlich; die äußeren und die inneren Faktoren.
Bei den äußeren Umständen klagt er die internationale Politik, allen voran die US Amerikanische Politik. Mit ihrer Politik der Aggression, Krieg und Kapitalismus vernichteten die USA jede Grundlage der Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmung des Landes durch das königliche Schah-Regime. Folglich katapultiert die islamische Regierung ins finsteren Mittelalter durch die Umsetzung der islamischen Tradition und der Gesetze des Islams.
Die inneren Faktoren sind ebenso zu erwähnen, da das Volk in eine phlegmatische Haltung fällt. Die marxistische Organisationen sind mitverantwortlich, weil sie sich ständig (zwar aus berechtigten Gründen) gespalten haben, und weil das Volk das Vertrauen in sie verloren hat.
Die islamische Republik (Diktatur) Irans nutzt die Gläubigkeit der Menschen als Waffe, um sie in Schach zu halten. Und hier macht Maxim den Islam und die darin verhaftete Tradition für die Katastrophe verantwortlich.

Auf der anderen Seite hält ihn die Vergangenheit zurück, die großenteils als etwas Schönes ihm im Gedächtnis geblieben ist. Seine Kindheit, die Erinnerungen an seine erste Liebe, das Leben auf der Straße sind die Ereignisse, die ihn von der Flucht abhalten.

Soll er jetzt alles zurücklassen und mit etwas Neuem anfangen? Kann er überhaupt die Grenze überschreiten, bei der einige Hürden zu überwinden sind? Ist er dann auf der anderen Seite der Grenze frei? Und was ist mit der inneren Grenze, mit dem Konflikt, ob er das Richtige macht. Er steckt in einem Dilemma zwischen Vergangenheit und Freiheit, zwischen der inneren und der äußeren Grenze.

Das sind die Fragen, mit denen Maxim sich beschäftigt.


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